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Nervenzellen funktioniern so:

schematische Darstellung einer NervenzelleDiese Schematische Darstellung eines Neurons zeigt wie eine Nervenzelle funktioniert. Es besteht aus dem Zellkörper oder Soma (1) mit dem Zellkern (2) und dem Axon (4), einem kabelähnlichen Zellfortsatz. Das Soma mit den Dendriten (8) ist die Inputregion. Hier laufen die Nervenreize von benachbarten Neuronen ein (7). Ist der Reiz stark genug, entsteht am Axonhügel (3) ein neues Aktionspozenzial, ein elektrischer Reiz, der zunächst durch das Axon (4) fließt (hier verkürzt dargestellt) und schließlich an der Synapse (6) in ein chemisches Signal umgewandelt und auf die nächste Zelle übertragen wird. Das Axon ist von Myelinzellen (5) umgeben, die als Isolator wirken und die Signalleitung beschleunigen.

In der Synapse befinden sich kleine Bläschen (Vesikel), die mit biochemisch aktiven Molekülen, den so genannten Neurotransmittern, gefüllt sind. Trifft ein Aktionspotential an der Synapse ein, verschmelzen die Vesikel mit der Membran und setzen ihren Inhalt in den synaptischen Spalt frei. Dort verteilen sich die Moleküle und gelangen an die Membran der nächsten Nervenzelle, wo sie an Rezeptorproteine binden. Dadurch öffnen sich Ionenkanäle, die schließlich ein neues Aktionspotenzial auslösen.

Die Neurotransmitter müssen rasch inaktiviert werden, damit die Zellen erregbar bleiben. Dazu werden sie enzymatisch gespalten und ihre Bestandteile in die Synapse zurück transportiert.

Und alles ist wieder auf Start…