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Hundeanekdoten

Wer hat seien Hund beim Denken erwischt?

Die Intelligenz unserer Hunde ist ein ganz großes Thema für mich. Ich interessiere mich dafür, was in den Köpfen unserer Hunde vor sich geht. Wer also glaubt, seinen Hund beim Denken erwischt zu haben, kann hier gerne seine Geschichte erzählen. Ich freu mich.

Noch mehr Anekdoten?

…könnt ihr mir gerne schicken

 

Ballspiel im Mondschein

von mir

In einer lauen Sommernacht spielen wir auf unseren Terrassen Ball. Ball ist nicht ganz richtig, der Ball ist nur noch ein Schatten seiner selbst, nur eine Hülle, aber so kann er wenigstens nicht wegrollen. Wir wohnen nämlich auf einem steilen Berg und jeder von uns hat eine Terrasse. Meine unten, Hund’s oben. (Das ist überhaupt kein Problem, es stimmt nicht, dass der Mensch immer oben sitzen muss.)
Aber es ist dunkel und ich finde den „Ball“ nicht. Da frag ich den Hund: „Wo ist denn der Ball?“ Das hört er öfters und weiß, dass er ihn dann holen soll. Das tut er dann auch und bringt ihn mir. Aber gestern nacht ist er von seiner Terrasse gestiegen, hat den Ball aus dem Gebüsch geholt, ihn auf meine Terrasse geschmissen und ist dann auf seine Terrasse gestiegen und hat seine Fangposition eingenommen. Total cool. Ich hab meinem Hund eine Frage gestellt – und er hat sie beantwortet.

so hart ohne Kissen!!!

von Petra

Bruno war eine schwarze Dogge, der leider mit 9 Jahren an Magendrehung verstorben ist. Hier nun eine Anekdote, die mich so sprachlos machte, dass ich seit diesem Tag der Meinung bin, Hunde können denken!!!!

Ich lag im Garten im Liegestuhl, unser Bruno war vorn am Haus und lag auf seiner Decke in der Sonne. Auf einmal erschien er hinten auf der Terrasse, stellte sich neben mich. Ich sagte, „mach Platz“. Er sah mich an, drehte sich um, ging auf die Terrasse, zog sich eine Auflage aus dem Sessel, kam zu mir, legte sich die Auflage zurecht und sich darauf. Ich war sprachlos. Denn nie hat er eine Auflage aus einem Sessel zum Liegen erhalten, er hat immer seine eigene Decke. Jetzt frage ich mich: woher wußte er, dass es eine weiche Unterlage ist??? Wie gesagt, seit dem bin ich der Meinung, Hunde können denken…..

der Lügner

von Ate

Von Zeit zu Zeit besuchte ich mit meinem Junghund Ali seine „Familie“, also den Züchter mit Mutter- und Vaterhund, einem Wurfbruder und noch ein paar Doggen, die auch zum Rudel dazugehörten.

Ali fuhr immer gerne ins alte Zuhause, hatte aber Probleme, sich im Rudel durchzusetzen. Beim Fressen bekam er nichts ab, die guten Plätze waren immer schon besetzt. Und wenn jemand vor dem Hoftor auftauchte und vom Rudel sofort begeistert verbellt wurde, war er auch der letzte.

Und dann, eines Tages, sah Ali, wie das Futter Richtung Napf getragen wurde. Die anderen Hunde standen alle auf, um Richtung Fressplatz zu laufen, als Ali urplötzlich wie wild auf das Hoftor zustürmte und wütend kläffte. Sofort begann die Meute ebenfalls zu kläffen und zum Tor zu rennen. Ali wartete kurz, drehte sich dann um, rannte zum Futternapf und begann zu schlingen.

Ich war sehr stolz auf meinen Lügner. Leider klappte die List nie wieder. Alle Hunde sind lernfähig;-)

besetzt…

der Toni schon wieder – heute mal in dumm

Der Toni liebt seine Bälle. Aber frisches Rindfleisch natürlich auch. Schließlich ist er ein Hund. Da sitzt er mit seinem Lieblingsball im Mund in der Küche, wo ich gerade frisches Rindfleisch schneide. Natürlich fällt, wie immer, ein Stück für ihn ab. Normalerweise schnupft er es blitzschnell ein. Aber heute läuft’s net. Er sitzt da, mit seinem Ball in Mund. Das Rindfleisch baumelt vor der Nase, aber er nimmt es nicht, hat ja den Ball im Mund.

Schon erscheint – Herr Pavlov läßt grüßen – ein Tropfen auf seiner runzeligen Lippe. Das Fleisch baumelt, der Ball fest im Mund. Er fängt an, alle möglichen Kunststücke, die er beherrscht, vorzuführen. Aber das Fleisch will nicht im Mund verschwinden. Schließlich nehme ich ihm den Ball aus dem Mund. In Sekundenbruchteilen erzeugt er das Vakuum, mit dem er gewöhnlich Köstlichkeiten inhaliert und das Fleisch ist weg. Jetzt hat er wieder Zeit für den Ball…

Nachtsichtgerät

von Stefan

Meine Lizzy ist eine begeisterte Frisbeespielerin, eine halbe Stunde täglich ist Pflicht. Leider ist es nun nach der Umstellung auf Winterzeit nach der Arbeit zu dunkel zum Frisbeespielen – dachte ich bis heute Abend. Als ich nach Hause kam, wollte Lizzy natürlich sofort mit mir zu ihrer Übungswiese und gab einfach keine Ruhe, obwohl es stockfinster war. Also beschloss ich, es mal mit einer Taschenlampe zu probieren, ich wollte den Frisbee werfen und gleichzeitig während des Fluges anleuchten. Bereits der erste Versuch klappte einwandfrei, Lizzy fing die Scheibe wie gewohnt im Flug und brachte sie zurück. Irgendwann ging der Lichtstrahl vorbei, Lizzy fing die Scheibe aber trotzdem völlig sicher auf und ich schaltete die Lampe aus: Auch bei vermeintlicher Dunkelheit sieht meine Appenzeller Sennerin messerscharf. Das allabendliche Frisbeespiel findet ab sofort auch bei Dunkelheit statt, das natürliche Nachtsichtgerät unserer Freunde funktioniert perfekt!

durch den Notausgang

von Alicia und Chili

Der Hund und die Mäuse, eine wahrlich „köstliche“ Hundegeschichte � köstlich in erster Linie in der bunten Phantasie des Hundes, die sich wie so oft nicht erfüllen soll. Denn auch dieses Mal buddelte der Hund, der Jäger, die Bestie, fleißig und vor allem konzentriert einen Krater in die Wiese, während zwei Mäuse in aller Seelenruhe einen der 23 Notausgänge ihres unterirdischen Labyrinths benutzten und sich in Sicherheit begaben. Wie niedlich ist das denn!

Die Spielverderber

von S. Niemeyer

Wir bekamen unseren Neufundländer Balu mit 8 Wochen. Er sollte wie unser letzter Hund neben unserem Bett schlafen. Also nahmen wir ihn mit ins Schlafzimmer und legten uns ins Bett. Sofort sprang Balu ins Bett und fing mit uns an zu raufen und zu zwicken. Auf Schimpfen reagierte er überhaupt nicht. Auch nicht auf unsere „Aua“ Schreie. Mit Gewalt aus dem Bett werfen half auch nicht, weil er gleich wieder hineinsprang. Wir versuchten es wochenlang jeden Abend wieder aufs Neue. Nichts funktionierte und wir mussten Balu jeden Abend aus dem Schlafzimmer entfernen. Dann hatte ich plötzlich eine Idee. Ich sagte zu meiner Frau:“Wenn Balu heute wieder ins Bett springt, spielst du toter Mann. Egal was er versucht, auch wenn er dich zwickt, du rührst dich nicht. Natürlich sprang Balu wieder ins Bett. Es dauerte aber nicht mal 2 Minuten, dann wurde es ihm zu dumm und er legte sich vors Bett und schlief. Seit dieser Zeit ist er nie wieder ins Bett gesprungen.

Der Fussballprofi

…heißt Dohnyi

Wenn wir Fussball spielen – ich bin ein bisschen langsamer als der Hund ;-( – kommt es immmer wieder vor, dass der Ball auf dem Boden liegt und der Toni auf den Schuss wartet. Wenn man sich eine Linie zwischen seiner Schnauze und meinem Fuss denkt, geht die immer mitten durch den Ball. Drehe ich mich, nimmt auch der Toni die entsprechende Position ein. Wie einn Stern auf seiner Umlaufbahn. Er weiß ganz genau, wohin der ball fliegen wird (und das, obwohl Hunde minderbemittelte Physiker sind). Wenn man’s übertreibt und seine Geduld überstrapaziert, schnappt er sich den Ball und haut damit ab…

In der Straßenbahn

in der Mainpost gelesen

Ein Hund ist mit seiner Familie innerhalb des Stadtgebietes von Würzburg umgezogen. Gelegentlich wurde er beobachtet, wie er in die Straßenbahn steigt, in seinen alten Stadtteil fährt und auch noch an der richtigen Haltestelle aussteigt…

Fido fragt sich: grüßt die Spinne aus der Yuccapalme?

Wenn’s klingelt

von Ines

Ines wollte ihre Freunde besuchen und klingelte an der Tür. Es wird ihr geöffnet – vom Hund der Familie. Auch gut, geht sie halt rein und sucht ihre Freunde. Keiner da. Der Hund hat ganz alleine und eigenständig die Tür geöffnet, als es geklingelt hat. Gut, dass es nicht der Postbote war…

die Banane an der Decke

der Dohnyi schon wieder, also von mir

Der Toni ist ein begeisterter Fänger, und wenn es nach ihm ginge müsste ich den ganzen Tag sein Kuchenform (aus Silikon, fliegt super) durch die Gegend werfen. Einmal hab ich sie genervt auf das Dach eines etwa 2m hochen Schuppen gelegt. Davor steht eine Bank. Der Toni ist groß, auf den Hinterbeinen schätz ich 1,60m. Da liegt nun seine Kuchenform auf dem Dach und er kommt nicht ran. Zuerst hat er sich -ganz braver Hund- davor gesetzt und abgewartet. Tut sich nix. Dann steigt er mit den Vorderbeinen auf die Bank. Hilft auch nix. Und plötzlich seh ich wie er auf der Bank steht und sich aufrichtet. Und es hat gerade so gereicht, die Kuchenform zu fassen. Und er musste noch seitlich stehen, und sich von seinem Ziel abwenden. Das ist doch eine ziemlich gute Problemlösungsstrategie.

stillschweigendes Abkommen

schon wieder von mir

Der Dohnyi ist ja ein ganz braver, und wenn ich ihm verbiete, meinen leeren Teller abzulecken, dann tut er das auch nicht (guckt aber wie der unglücklichste Hund der Welt, der den allerfiesesten Aff‘ abbekommen hat – aber das nur nebenbei). Er schleckt also den Teller nicht ab und da seh ich plötzlich einen Zecken in seinem Fell krabbeln. Den muss ich natürlich haben und mach mich auf die Jagd – ist nicht so einfach, er hat relativ lange Haare – der Dohnyi, der Zeck ist nackt – und ich bin abgelenkt. Der Dohnyi lässt mich geduldig gewähren (ungewöhnlich!) und schleckt in der Zwischenzeit genüsslich den verbotenen Teller ab…

Ein schönes Beispiel dafür, dass unbeobachtete Hunde sich gerne Mal über Verbote hinwegsetzen.

Er klingelt !!!

BR Frühaufdreher

Eine niedliche Geschichte, die ich bei den B3 Frühaufdrehern gehört habe: Wenn er im Garten war, um sein Geschäft zu verrichten, klingelt ein Hund an der Tür, wenn er fertig ist mit seinem Hundsgetu uns wieder ins Haus möchte. Das hat er sich bei den Besuchern seiner Menschen abgeguckt.

Dir werd‘ ich’s zeigen…

von mir

Der Dohnyi ist ja ein leidenschaftlicher Stöckchenfänger. Dazu muss es aber erst mal fliegen, und damit es fliegt, legt er es hin, verneigt sich kurz und tritt einige Schritte zurück. Dann werf ich’s, er rennt hinterher und ist glücklich. Manchmal verpenn‘ ich meinen Einsatz, dann nimmt er’s halt selbst wieder mit.

Gestern lag das Stöckchen da und ich habe es im tiefen Schnee nicht gefunden. Da ist er hingegangen, hat kurz mit der Schnauze gedeutet oder geschnuppert und hat dann wieder seine Startposition eingenommen. Er hat mir gezeigt, wo das Stöckchen liegt.

Wer konditioniert eigentlich wen?

von mir

Wenn der Dohnyi draußen ist und rein will, benimmt er sich, als stünden Heerscharen von „WWWWWWWWWWWuus“ vor dem Gartenzaun. (Ein „WWWWWWWWWWWuu“ bezeichnet alles, was sich draußen bewegt. Wir arbeiten aber an der Erweiterung seines Wortschatzes. ) Manchmal haust er ab, als stünden mindestens fünf Postboten und drei Kaminkehrer vor der Tür. Schau ich raus, ist da nur der Dohnyi… Er weiß halt, wenn er richtig böse bellt, kann er sich drauf verlassen, dass ich den Kopf zum Fenster raus strecke um zu sehen, was da los ist.

was Du kannst…

von petsch

Ich habe seit genau einer Woche einen jungen, 6-monatigen Husky-Mix aus dem Ausland. Bowie ist zwar noch nicht erzogen, doch seeeehr schlau….heute morgen hatte er es meinem Freund bewiesen…. Eigentlich sitzt meine zweite Hälfte auf der Toilette beim Pinkeln, doch dieses Mal war er so faul, dass er stehend sein Geschäft verrichtete im Badezimmer. Was macht der Hund? Er glotz meinen Freund ganz erstaunt an, läuft zur Badewanne und hebt sein Beinchen und strullert auch los!!!! Mein Freund war ganz verdattert über diese „Erziehungsmaßnahme“ des Hundes und fragte mich, ob ich ihm das beigebracht habe, damit mein Freund sich nächstes Mal hinsetzt. Echt totaaal lustig!!!ABer es sollte ja schnell gehen…..der Hund ist ansonsten auch stubenrein, er dachte sich wohl, was der kann, kann ich auch….

vom rechten Weg abgekommen

von Sabine

Ich ging zum ersten Mal in mit meinem neuen Freund Toni (Schäferhundmischling, Tierheimbewohner) spazieren. Kurz bevor wir wieder zurück waren, man konnte sein Zuhause schon fast sehen, entschied ich mich, nocheinmal umzukehren, um vielleicht einen anderen Weg zu nehmen.

Das fand Toni gar nicht gut. Das war falsch, und da versuchte er, mich wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Er hat mich richtiggehend „gehütet“, ist an mir hochgesprungen, hat mir den Weg versperrt, versucht, mich zurückzudrängen – ein echter „Schäfer“hund.

Das Versprechen

von Suse

Während unserer abendlichen Spielrunde und im Rahmen der Beantwortung der Frage, ob der Ochsenziemer nun durch den Flaschenhals passt, schnitt ich ihn in zwei Teile und versprach dem Hundeköter, er dürfe die zweite Hälfte später knabbern.

Später lag er platt, – was er sonst nie tat, in der Küchentür, wo sich auch der Ochsenziemer – wie immer – befand. Ich dachte mir schon, dass er was wollte und fing an, ihm verschiedene Dinge zu präsentieren – keine Reaktion. Als der Ochsenziemer an die Reihe kam, sprang er sofort auf und nahm in freudig in Empfang, als hätte er darauf gewartet.

Tauschgeschäft

von Biggi

Mein Golden Retrievermädchen Sammy ist eine ganz schlaue. Irgendwann hat Sie angefangen aus dem Garten Steine in die Wohnung zu tragen. Da diese aber meistens ziemlich klein waren und ich Angst hatte Sie könnte sie verschlucken hab ich versucht Ihr die Steine wegzunehmen, was aber nicht gelang (was ich mal im Maul hatte, gehört mir !!!) So hab ich Sammy ein Tauschgeschäft angeboten: wenn Du mir den Stein gibst, bekommst Du von mir ein „Leckerlie“ Hat auch prima geklappt. Aber nach diesem Tauschgeschäft rennt Sammy nun regelmäßig mit Stein im Maul in die Küche zu Ihrer Leckerliebox, legt den Stein dort ab und wartet auf Ihre Belohnung.

Abstraktion

von Claudia

Zwischen zwei interessierten Hundetrainern (einem eher traditionell geprägten, aber immer neugierigen und meiner Wenigkeit) entspann sich vor Jahren ein Disput: können Hunde abstrahieren?

Er: im Leben nicht, zu hohe geistige Leistung. Abrufen von konditioniertem Verhalten, Erinnern:ja. Abstrahieren: nein.

Ich: ei na klar müssen sie das können. Ein Blindenführhund müsste, wenn er nicht abstrahieren könnte, ja sozusagen jeden einzelnen Bordstein extra lernen, da er nicht per Abstraktion lernen könnte, was einen Bordstein prinzipiell zu einem Bordstein macht.

Was macht man da? Man experimentiert.

Der eigene Hund, Schäferhund Zeghi, wegen geistiger Vernachlässigung in der Welpenzeit keine ausgesprochene Intelligenzbestie, aber sehr bemüht, ist das Versuchskaninchen. Ich bringe ihm bei, drei Gegenstände (Ball, Leine, Eimer) aus einer Reihe Anderer jeweils richtig herauszusuchen und zu mir zu bringen. Da er bereits über einen großen „Wortschatz“ an Gegenstandsbezeichnungen verfügt, ist das mit immer dem gleichen Ball, dem Eimer und der Leine schnell gemacht.

Nun zum befreundeten Hundetrainer gefahren – der stellt in eine Reihe verschiedener Gegenstände einen Ball, eine Leine und einen Eimer hin, die sich in Farbe, Größe, Textur etc wesentlich vom bisher bekannten unterscheidet. Also Fußball statt Tennisball, lange Stoffleine statt kurzer Lederleine etc. Ich habe nichts davon angefasst, es sind auch nicht meine Gegenstände.

Zeghi hat überhaupt keine Schwierigkeiten, den gewünschten Gegenstand zu erkennen, auch wenn er ihn „persönlich“ noch nie gesehen hat und er wirklich „das Konzept“ herausfinden muss.

Aha.

Wusste ich’s doch.

Was mich sehr beeindruckt hat, ist die Grenze, die ich gesehen habe, als ich (spontan) dem Ganzen einen neuen „Dreh“ verpasst habe: Was passiert, wenn man ihn einen Gegenstand heraussuchen lässt, der NICHT da steht? Eigentlich müsste der gut trainierte Hund OHNE etwas zurückkommen, sprich: da steht KEIN Eimer (z.B.), NICHTS, was diesem Bild entspricht. Null.

Das aber tut er nicht. Er nimmt unweigerlich etwas, was dem Gewünschten möglichst ähnlich ist (z.B. die Gießkanne statt des – abwesenden – Eimers).

Möglich, dass man ihm durch Training auch das hätte beibringen können.

Was mich interessiert hat, ist, ob er einen ohne Training vorhandenen, also angeborenen Platzhalter für „Null“ hat, und den hat er offenbar nicht.

Ist also die Null der Rubikon??

Spannend spannend.

Grüße an alle Hunde- und Menschenfreunde

Claudia

Diebstahl im Wald

von „Fokko“ und Claudia

Ich war heute Nachmittag mit Frauchen wieder im Wald spazieren. Dort machen wir immer in Abständen Suchspiele,das mag ich besonders, d.h. ich muss auf dem Weg sitzen und warten, Frauchen geht an Leine in den Wald ein Stück rein, und versteckt dort ein Leckerli. Uiiii – das ist immer spannend, wenn ich suchen darf… Dann kommt sie zu mir zurück, zeigt mir ein gleichwertiges Leckerli und dann kommt das Kommando „such“. Frauchen also heute wieder eines versteckt, sie ist gerade wieder bei mir angekommen, dann sagt sie „such“, als ich gerade losrennen will, kommt ein Eichhörnchen vom Baum und schnappt sich mein Leckerli direkt vor meiner Nase weg. Ich bleibe stehen, setze mich dann hin, und dann habe ich Frauchen ganz hilflos angeschaut „HIlfeeeeee – da hat einer mein Leckerli geklaut“. Frauchen stand auf dem Weg und hat herzlich gelacht. Wie kann die lachen, wenn ich bestohlen werde??? Ich bin dann schnell zu Frauchen um mir ein zweites abzuholen…. – so eine Frechheit.

Anmerkung von Fido: Eichhörnchen sind eben auch nicht unpfiffig.

Komm, spiel mit mir!!!

von Ulf

Die Maxi (alt deutsche Schäferhündin) könnte, wenn es nach Ihr geht, den ganzen Tag Stöckchen spielen. Liegt ja in Ihrer Natur als Schäferhund. Da dies aber nicht immer geht und sie dann immer mal allein ist auf dem Grundstück, zieht sie die aufgehängte Wäsche von der Leine und bellt als wie „schau, es ist Wäsche heruntergefallen, schnell komm her und hebe Sie auf“ und wenn dann jemand aus der Familie die Wäsche wieder auf hebt und aufhängt kommt Sie in den Genuss des Stöckchen Spielens, denn welchem Hund kann man widerstehen wenn er jedes mal den Stock oder sonst was freiwillig apportiert. Irgendwie sehr schlau so ein Hund.

Trauer

von Anja

Wir sind zum Gassi an den Baggersee gefahren, die Hunde lieben die Gegend, es ist ein richtiger Hunde-Abenteuerspielplatz. Sie hatten so richtig Spaß und wir auch. Auf der Rückfahrt sahen wir eine Katze auf der Strasse liegen, eine andere Katze schnüffelte an ihr. Die Hunde bellten kurz. Wir hielten an und ich stieg aus. Die Hunde bellten im Auto wieder kurz, weil ich wegging. Die Katze mußte vor ein paar Minuten überfahren worden sein, sie war noch warm. Das Mäulchen war blutverschmiert. Ich nahm die Katze und legte sie von der Strasse weg. Danach klingelte ich bei den angrenzenden Häusern und fand heraus, wem sie gehörte. Der Besitzer war gerade nicht da, aber eine Nachbarin würde ihn benachrichtigen. Als ich zurück zum Auto kam, erzählte mir mein Partner, daß die andere Katze wieder da war, um an ihrer Freundin zu schnuppern. Der Besitzer hatte 3 Katzen, die zusammen lebten. Die Katze, die an der überfahrenen Mieze schnüffelte, war also ihre Kameradin und Freundin. Ich stieg ins Auto. Mein Hundemädchen roch an meiner Hand und schleckte sie sanft ab, sie wußte genau was los war! Was für einen Sinn die Tiere doch haben…..

Aha!!!

von bette

Ich hatte Benno, dem Schäfer-Husky-Mix, eine getrochnete Kuttel in einer PET-Flasche „serviert“. Er versucht dann, sie rauszuholen, und das ist furchtbar spannend (nicht nur für ihn.) Er schmeißt die Flasche um und schießt sie durch die Gegend. Meistens trennen sich Flasche und Inhalt irgendwann. Gestern hat es nicht geklappt. Da dachte ich, ich helfe ein bisschen nach, indem ich die Flasche mit der Öffnung nach unten aufstelle. Als die Flasche umfiel, kam die Kuttel bis ganz nach vorne zur Öffnung. Er hat sofort erkannt, dass er sie jetzt erreichen kann und hat sie ganz vorsichtig rausgezogen.

Sinn und Unsinn

von „pudlich“

Meine Teckelhündin Kaline nahm nicht jeden Fuchsbau an, manchmal ging sie rein, manchmal nicht. Anfangs hab ich nicht locker gelassen und sie immer wieder rein geschickt. Der Blick, der mich dann traf, sprach Bände. Sie ging dann soweit in den Bau, dass ich nicht an sie ran kam und legte sich hin. Erst nach einem halben Dutzend Versuchen fiel mir auf: Immer wenn sie nicht rein ging, war auch kein Fuchs drin.

kurzgeschlossen

von bette

Beim Spielen mit Benno, Schäfer-Husky-Mix, klatschte ich aufmunternd in die Hände. Daraufhin schnappte er – also, er klappte die leeren Kiefer in der Luft zusammen. Ich klatsche nochmal, er schnappt. Das ging ein paarmal hin und her. Wir hatten irgendwie Kontakt, eine gaaaaanz primitive Konversation. Und leider weiß ich bis heute nicht, worüber wir geplaudert haben…

Täuschungsmanöver

von Bela

Leon, Alina und Angel liegen jeder auf ’nem anderen Platz. Jeder hat ein fettes Stück Ochsenkophaut zum kauen. Leon hätte lieber gerne das von Alina. Da traut er sich aber nicht ran. Bei Angel versucht er es mit stiller Belästigung und Mobbing – bei Alina, traut er sich das nicht.

Plötzlich springt der Leon wie will bellend auf und rennt Richtung Haustüre – die beiden Mädels natürlich auch – springen auf, bellen und rennen. Leon bremst plötzlich ab, dreht rum, läuft zum Platz von Alina, schnappt sich die Ochsenkopfhaut, schleicht zu seinem Platz zurück und legt sich quer auf sein eigenens Ochsenkopfhautstück und kaut genüsslich Alinas Stück weiter. Alina kehrt zurück, sieht den leeren Platz und fängt an zu suchen. Du merkst, wie Alina gezielt immer näher Richtung Leon sucht. Aber der tut so abgeklärt wie der Don aus Neapel – so als wollt er fragen – „Suchst Du was? Ich hab nix!

Der Blick in die Röhre

von Christiane

Cindy ist ein Dackel-Terrier-Mix …und Gourmand. In der Backröhre steht eine Schüssel mit gebratenen Frikadellen. Lecker!!! Aber Cindy kann die Ofentür nicht öffnen.

Da geht sie zu ihrem Mensch, stupst an und geht voraus in die Küche, blickt abwechselnd in ihren leeren Napf und auf die Friakdellen im Ofen…

ins Bild gerückt

von bette

Benno, Schäfer-Husky-Mix, möchte oft ausgerechnet dann unbedingt spielen, wenn ich unbedingt meine Seifenoper sehen möchte. Also steht er da, mit seinem Spielgesicht und dem Spielzeug im Mund und ich beachte ihn nicht, sondern schaue fern. Dann schreitet er entschlossen zum Fernseher, stellt sich ins Bild, also genau in mein Blickfeld. Er sorgt damit dafür, dass ich ihn und seine Absichten nicht übersehen kann.

Isa beschäftigt einen „Häcksler“

von Karin

Ich habe 2 Hunde. Einen Goldierüden BALU vom Welpenalter an und eine spanische Straßenhündin ISABEL bekam ich mit 2 Jahren. Balu häckselt alles an Papier, was er zwischen die Zähne bekommt. Als ich im letzten Frühjahr von BALU umgerannt wurde und mein Knie gebrochen hatte , brachte ich ihm bei , alle Schnipsel zu mir in den Papierkorb zu bringen. Was er auch freudig tat. Das Gleiche wollte ich auch ISA beibringen und totz intensiver Bemühungen, gelingt es bis heute nicht.

Da aber die Leckerchen zur Belohnung sehr verlockend sind, macht sie folgendes: Sie geht nebenan ins Büro, und bringt BALU reichlich Papiernachschub, welches er häckseln kann und so bekommt sie auch reichlich Belohnungsleckerlis ab. Ist doch irgendwie clever von meiner Maus , oder ??

Anmerkung von Fido: das ist ohne Frage clever

zur Frage der Menufolge

von bette

Benno, ein Schäfer-Husky-Mix, nimmt als Spätmahlzeit Trockenfutter zu sich. Manchmal hat er aber auch noch ein Stück getrocknete Kuttel. Und manchmal setzt er schon an, seine Kuttel zu vernaschen, dann legt er sie wieder ab, stopft den Hunger mit Trockenfutter und genießt die Kuttel als „Dessert“. Da steckt doch Planung dahinter???

ohnmächtige Eifersucht

Wilhelm, ein freundlicher Collie, hatte Besuch. Nicht nur Menschen, die ihn anhimmelten, sondern da war auch ein Hund, ein afghanischer Windhund namens Emir. Und der machte Eindruck. Und alle Menschen standen um den doofen Emir rum und niemand beachtete Wilhelm, der doch eigentlich Prinz von und zu sonstnochwas hieß.

So geht das nicht. Wilhelm wird auch schon ganz schwummerig und er fühlt sich ganz blümerant und kann sich kaum noch auf den Beinen halten, taumelt und fällt dann platt unter einer Fichte um.

Plötzlich ist der arme Wilhelm von allen Anwesenden – mit Ausnahme von Emir – umsorgt und in den Mittelpunkt allen Geschehens gerückt. Wie das belebt! Mit einem Satz war er wieder auf den Beinen. Ein eindeutiger Fall von Spontanheilung.

Scheinheilig

Eben dieser Wilhelm lebte im Garten und war ein ganz braver. Auch wenn das Tor offen stand, es wäre ihm nie eingefallen, auch nur einen Fuß nach draußen zu setzen. Er lag an der Grenze, und nicht mal ein Haar stand hinaus.

Deswegen haben wir auch lange nicht geglaubt, wenn Freunde und Bekannte erzählten, dass die unseren Wilhelm mit seiner Freundin um die Felder des Nachbardorfes streichen sahen. Wilhelm doch nicht. Man konnte ja sogar das Tor offen lassen.

Aber niemand hatte verboten, durch das Loch im Zaum abzuhauen, von dem – außer Wilhelm – auch niemand wusste. Und jeden Morgen, nachdem sein Herrchen zur Arbeit aufgebrochen war und bevor sein Frauchen sich zum ersten Mal im Garten sehen ließ, schlüpfte er dort durch und ging mit seiner Freundin auf Tour. Und war immer rechtzeitig zurück.